Über Messing, das Metall für Jugendstil Leuchten

Die Geschichte einer berühmten Legierung

Messing ist eine der bekanntesten Kupferlegierungen. Obwohl die dem Aussehen nach goldähnliche Legierung schon über 300 Jahre v.Chr. den Griechen und Römern bekannt war, geht man davon aus, dass Messing erstmals wohl wissentlich um 1550 aus Kupfer und Galmei (schwefel-freie Zinkerze) erschmolzen wurde. Jedoch wurde es erst um die Mitte des 17. Jahrhunderts richtig verstanden, Messing aus Kupfer und Zink gezielt zu erschmelzen. Das Wort Messing verbreitete sich dann als Begriff für Legierungen basierend auf Kupfer und Zink.

Allen Messingen - Gussmetalle oder Knetlegierungen - ist gemein, dass ihre Basis die Metalle Kupfer und Zink sind. Zu diesen werden je nach verlangten Eigenschaften noch weitere Legierungsmetalle, jedoch in geringeren Mengen als Zink, legiert. Die Farbe von Messing wird in erster Linie vom Zinkgehalt bestimmt. Bei Zinkgehalten bis 20% ist Messing bräunlich bis bräunlich-rötlich. Bei Gehalten über 36% hellgelb bis fast weißgelb. Die Verarbeitungseigenschaften von Messing werden durch den Anteil von Blei oder Zinn beeinflusst. Die Korrosions-Eigenschaften von Messing durch den Anteil von Nickel.

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Messing ist ein wenig härter als reines Kupfer, jedoch nicht so hart wie Bronze. Der Schmelzpunkt liegt zwischen 900°C bis 1065°C. Somit niedriger als der von Bronzen und verringert sich mit steigendem Zinkgehalt. Messing ist amagnetisch, wird also i.d.R. nicht durch magnetische Felder beeinflusst. Messing schlägt auch keine Funken, was für den Spezialwerkzeugbau relevant ist. Anders als Stahl- und Aluminiumlegierungen ist Messing durch Wärmebehandlung nicht aushärtbar. Die Festigkeit wird von der Zusammensetzung der Legierungs bestimmt. D.h. bei Zinkgehalten bis 37% ist die Legierungen noch kalt verformbar (Knetlegierungen). Mit zunehmendem Zinkanteil ist nur Warmverformung bei über 600°C möglich.

In der Praxis enthalten alle Messinglegierungen mindestens 58% Kupfer, da sie unterhalb davon spröde werden und schlecht zu verarbeiten sind. Bei Gussteilen gilt die Sammelbezeichnung 'Gussmessing'. Am meisten verwendet wird die Legierung CuZn37 (Anteil Zink 37%). Die frühere Nomenklatur sah die Bezeichnung Ms vor, der der Kupferanteil nachgesetzt wurde. Messing kann bis zu 3% Blei enthalten. Bei deutlich höherem Bleigehalt zählt solch eine Legierung dann zur Kategorie der Sondermessinge. Die Legierung CuZn30 weist von allen Messingsorten die beste plastische Verformbarkeit auf. Da aus dieser wegen ihrer hohen Bruchdehnung in der Vergangenheit häufig Kartuschen für Artilleriegeschosse hergestellt wurden, wird diese Legierung umgangssprachlich auch Kartuschmessing genannt.

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